Warum Multi-Tasking schlecht für Ihre Produktivität ist

Sind Sie ein Multi-Tasker? Gemäss neuster Forschung lohnt es sich möglicherweise, dass Sie Ihre Arbeitsweise etwas überdenken…

Ich kenne viele Leute, die stolz auf ihre Fähigkeit des Multi-Taskens sind, weil sie „mehr erreichen  als andere in derselben Zeit“. Jedoch hat die Forschung gezeigt, dass Multi-Tasking eigentlich unproduktiver ist, als wenn man nur an einem Task gleichzeitig arbeitet:

Wenn man an mehreren unterschiedlichen Tasks zu derselben Zeit arbeitet (und deshalb oft zwischen diesen hin-und-her wechselt), verhindert man dass man in den Task „hineintaucht“, dass man sich für eine gewisse Zeitspanne intensiv damit auseinandersetzt, sich darauf fokussiert und die komplette kreative Energie und Fähigkeiten des Hirnes ausnutzt. Forscher der Universität Stanford haben herausgefunden, dass Personen die häufig Multi-Tasken grössere Schwierigkeiten haben, sich Informationen zu merken, Gedanken zu organisieren und irrelevante von relevanten Informationen zu unterscheiden. Dies erhöht die Zeit die sie brauchen um längere Tasks zu erfüllen, da man häufiger Informationen nachlesen und überdenken muss, als wenn man sich über eine längere Zeit ungestört damit auseinandersetzt.

Ich denke, dass das eigentlich intuitiv ist: Während das Hirn fantastisch ist im Verbinden von Informationen, ist es nicht „gebaut“, um mehrere Tasks gleichzeitig abzuarbeiten; es ist schliesslich kein Computer! Wenn wir multi-tasken, lassen wir unserem Hirn nicht die Freiheit, das zu tun was es am Besten kann: zu Denken; und das Resultat ist eine niedrigere Qualität als sie sein könnte.

Tieferer IQ, oder sogar Hirn-Schäden?

Forscher von der Universität London haben gezeigt, dass Multi-Tasking den IQ einer Person um bis zu 15 Punkte senken kann, durchschnittlich auf den IQ eines 8-jährigen Kindes. Was noch mehr beunruhigt ist, dass Forscher an der Universität Sussex kürzlich erste Hinweise gefunden haben, dass Multi-Tasking sogar anhaltende Hirn-Schäden hervorrufen kann.

Das Problem wird deutlich wenn man sieht, dass es einige Mitmenschen gibt, die kein Meeting/Treffen verbringen können, ohne dass sie alle paar Minuten auf ihr Smartphone schauen oder die Emails checken.

Wenn Sie sich also das nächste Mal erwischen beim andauernden Wechseln zwischen Tasks; vielleicht überlegen Sie sich dann, zuerst den einen Task abzuschliessen, bevor sie den nächsten starten.

Quelle: WEF