Vierte Industrie Revolution und Gesellschaft 4.0

Gesellschaft 4.0

Auch die Vierte Industrie Revolution betrifft uns alle, aktiv oder passiv. Diese Veränderung ist umfassend, global. Je nach Ausgangslage der Gesellschaft, des Unternehmens aber auch des einzelnen Menschen ist diese Entwicklung evolutionär, sehr oft aber oft auch disruptiv. Der erste „Internet-Präsident“ sei gewählt, legt Roberto Simanowski in der NZZ vom 11.11.16 dar. Bots (computergestützte, weitgehend automatische Erledigung von dynamisch entstehenden Aufgaben) v.a. in Twitter haben einen massgeblichen Beitrag zum Ausgang der US Wahlen und dem Erfolg von Donald Trump geleistet.

Natürlich wird diese umfassende Veränderung auch lokal nicht an uns vorbeigehen, auch wenn die Intensität v.a. auch in den Medien inflationär erscheint, auf einen Hype oder quasi Analogon zur e-commerce Blase zu hoffen um passives Abwarten zu begründen, diese Hoffnung wird sich kaum erfüllen.

Weshalb?

Diesmal ist die Technologie, sprich die Digitalization nur „Tool“, nicht Ziel oder Zweck. Die Revolution kommt vom Menschen, von einer ungekannten Ermächtigung/Befähigung zur Selbstbestimmung der Beziehung des Individuum zwischen allen Beteiligten, ob Unternehmen, Staat, Institution, Aktionär oder Kunde (Klaus #Schwab, 2016: Die 4. Industrie Revolution, p. 46).

Folgerichtig wurde auch das 11. Mal Schwyzer Wirtschaftsforum in den Gesamtrahmen „Vierte Industrie Revolution“ gestellt, in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Gesellschaft 4.0.

Wir von MIT-GROUP konnten uns zu unseren aktuellen Erfahrungen äussern, die wir im Rahmen der eigenen, selbst durchgeführten und auch selber finanzierten Geschäftsmodell Transformation durch erlebt hatten.

Die Plenums-Diskussion unter der Leitung von Reto Lipp, SRF hat unsere Einschätzung bestätigt, dass es dringend notwendig ist, aktiv auch neue Wege der Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten zu finden. Es braucht eine neue Aufgabenverteilung zwischen der Zivilgesellschaft, dem Staat und z.B. der Wirtschaft.

Es ist selbstsprechend, dass es auch eine #Politik 4.0 braucht. Die vergangenen Jahre haben gerade im Bereich der Legislative gezeigt, dass der Ansatz mit „hau-ruck“ Reaktionen/Schnell-Gesetzen oft nicht die notwendige Wirkung zeigt. Statt eine Flut von Detailgesetzen bedürfen wir weise Rahmenbedingungen, nicht nur rechtlicher Art sondern auch ordnungspolitischer Natur. Wir sollte auch gelernt haben, dass Verbote für Bedürfnisse von vielen Bürgern kaum die erhoffte Wirkung zeigen oder zeigen werden. Überregulierungen aus Heimatschutzgründen, kaum eine Lösung.

Nicht nur für die Wirtschaft gilt, die Vierte Industrie Revolution ist Chefsache. Die gleiche Forderung gilt auch für die anderen „stakeholders“. Nutzen wir unsere Ressourcen, nutzen wir die Vorteile des dualen Bildungssystems, nutzen wir unsere Kapitalkraft, unsere Erfahrung und (hoffentlich) unsere Veränderungsbereitschaft, auf diesen immer schneller fahrenden globalen Zug gezielt, überlegt und weitsichtig aufzuspringen – zum Nutzen letztlich aller Menschen in der Schweiz. Es lohnt sich!

JA, es braucht von uns allen eine Bereitschaft, uns zu verändern. Alle!

Weitere Rückmeldungen und Ansichten zu diesem Thema im Zusammenhang mit dem Schwyzer Wirtschaftsforum finden Sie:

Präsentation zur Sicht aus der Wirtschaft:

Podiumsdiskussion:

Alle Videos der Referate und der Podiumsdiskussion