Gesellschaft 4.0 und Risikobereitschaft, Veränderungen zuzulassen

#Innovation bedeutet Veränderung und Veränderung bedeutet unter anderem auch #Risikobereitschaft. Ja, wir sind stolz, immer noch Innovationsweltmeister zu sein und geflissentlich blenden wir auch aus, dass die Phalanx der Verfolger nicht nur breiter wird, sondern auch näher kommt. Ja, wir sind geradezu „verdammt“ zur Innovation und es ist sehr erfreulich, auf wie vielen unterschiedlichen privaten und auch institutionellen Ebenen angestossen und unterstützt wird. Ebenso positiv ist, dass solche Massnahmen immer mehr auch koordiniert werden.

Geförderte Innovation ist sicher wertvoll, aber reicht nicht! Jede/r muss bei sicher selber auch diesen Ball aufnehmen, bereit sein, sich den Veränderungen zu stellen. Ja, bereit sein, Gewohntes zu hinterfragen. Innovation und #Gesellschaft 4.0 findet nicht einfach statt und ich kann dann gesichert den Erfolg mit-konsumieren.

Ist das realistisch? Ist nicht Komfort, Wohlstand und – wenn man Pech hat – staatliche Wohlfahrt die Waffe gegen alles? Ist dies gar ein Grund dafür, dass wir so defensiv sind, uns den grossen Herausforderungen endlich zu stellen? Gilt auch für unser Land, dass Erfolg der grösste Hindernisgrund für Veränderungsbereitschaft ist?

Mittelmass als Staatsdoktrin? Nur nicht auffallen. Grosser Erfolg macht suspekt und löst Neid aus. Wenn Unternehmer, ob Alt- oder Jungunternehmer scheitern löst das oft Häme oder gar einen sozialen Bannstrahl aus. Kommen wir so weiter?

Gut und pointiert zeigt der Artikel von Hansueli Schöchli (NZZ, 3.12.16) anhand einiger Zahlen, wie wir es eigentlich so gerne hätten, bequem zu möglichst viel, geheim natürlich und zur Kompensation dem anderen etwas weniger gönnen. Bringen wir so bei künftigen Abstimmungen Kernanliegen zur Weiterentwicklung unserer Wirtschaft und damit unserer Gesellschaft durch? Wenn diese Grundhaltung bleibt, nützt keine PR Maschine etwas (vgl. US-Wahlen).

Eigentlich hätten wir doch alles, die Vierte Industrie Revolution besser zu schaffen als die Erste (zur Erinnerung, wir Schweizer waren „Wirtschaftsflüchtlinge“ in Nordamerika).

Wir haben durchgängige Ausbildungssysteme, wir könnten unsere geistigen PS dank des dualen Ansatzes auch perfekt auf den Boden bringen. Wir hätten Kapital, wir haben attraktive Standortbedingungen für notwendige Talente aus dem In- und Ausland. Unsere Infrastruktur ist à jour und vielleicht schaffen wir es auch, wieder eine vernünftige Rechtssicherheit zurückzugewinnen und das dem Ausland auch zu vermitteln. Also…?

Innovation als Grundpfeiler für unsere Partizipation an der Vierten Industrie Revolution beginnt im Kopf, jedes/jeder einzelnen. Eigene Erfahrungen in den letzten Jahren zeigen, es lohnt sich, mutig zu verändern. Klar, die Zeit um grosse Investitionen zurück zuverdienen ist lang und der Ausgang offen, aber allein die Tatsache, den eigenen Kunden ein Instrumentarium gegeben zu haben, dass sie die Möglichkeiten der #Digitalisierung zur Umsetzung ihres #digitalen Geschäftsmodelles nutzen können, rechtfertigt die Schritte.

 

Packen wir es an! Es lohnt sich.